Miriam's Auslandsjahr in den USA

USA-Auslandsjahr: Leben wie im Film

ein Erfahrungsbericht von Miriam

Mit 16 Jahren tauchte ich ein in die amerikanische Kultur und fühle mich seit dem zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten hingezogen.

Durch ein Vollstipendium des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses wurde mir ein Auslandsjahr in den USA ermöglicht. Ich verbrachte 11 prägende Monate in Ohio und war Mitglied einer amerikanischen Kleinfamilie. Damals war ich 16 Jahre alt und wollte die Welt entdecken. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten schien mir perfekt, um aus dem einseitigen deutschen Schulalltag auszubrechen und eine neue Kultur kennen zu lernen. Zudem war ich schon damals sehr an der englischen Sprache interessiert und wollte meine Kenntnisse gern weiterentwickeln. Nach einer langen Bewerbungsphase, vielen Auswahlrunden und einem 3-tägigen Vorbereitungsseminar in Deutschland saß ich nun also im Flieger nach Washington D. C., wo mein USA-Abenteuer mit einem weiteren Vorbereitungsseminar begann. Meine Gasteltern meldeten sich wenige Tage vor Abreise per E-Mail bei mir und stellten sich vor. Ich wusste also, dass mich ein Ehepaar Mitte 40 in Ohio am Flughafen empfangen wird.

Betreuung durch Organisation

Durch die Seminare und Infobroschüren wurde ich ausführlich auf meinen Auslandsaufenthalt vorbereitet. Die Reise mit einer Organisation hat zum Vorteil, dass man stets einen Ansprechpartner kontaktieren kann. In meinem jungen Alter erschien es mir und meinen Eltern wichtig, dass wir uns in Notfällen schnellstmöglich an jemanden wenden können. Die Betreuer der Organisation waren alle ehemalige Austauschschüler und haben ein Teamer-Programm durchlaufen. Kultur, Bräuche und Lebensweise der US-Amerikaner konnten sie also auf den Seminaren mit eigenen Erfahrungen erläutern.

Amerikanischer Alltag

Meine Gastfamilie empfing mich sehr herzlich und nahm mich fest in die Arme. Ich erkannte sie sofort. Sie sahen aus, wie aus dem Foto, dass ich per Mail bekommen hatte. Anfängliche Kommunikationsschwierigkeiten lächelten wir einfach weg. Schon während der Autofahrt zu meinem neuen Zuhause hatte ich mich in die USA verliebt: endlos gerade verlaufende Highways und Straßen, typische amerikanische Häuser mit Frontporch und saftig grüne und gepflegte Vorgärten ohne Zaun – wie im Film. Ich war begeistert. Die Verständigung lief die ersten 4 Wochen nicht ganz einfach, wurde aber von Tag zu Tag besser. Ich lebte mich schnell ein in meinem neuen Zuhause, fühlte mich als integriertes Familienmitglied und hatte so gut wie nie Heimweh.

Das Leben in der High School

In der Schule fand ich viel schneller Anschluss, als ich es für möglich gehalten hätte. Schon vor Schulbeginn wurde ich Mitglied der High School-Fußballmannschaft. Die Mädchen und ich verstanden uns auf Anhieb und wir verbrachten viel Zeit gemeinsam außerhalb der Trainingszeiten. Schon an meinem ersten Schultag begrüßten mich alle und riefen meinen Namen – es hatte sich rumgesprochen, dass eine Deutsche an der Schule ist. Ich ging gern zur Schule und gewöhnte mich schnell an den Rhythmus. Bis 15:00 Uhr hatte ich Unterricht und anschließend zwei bis drei Stunden Fußballtraining. Freitagabend verfolgte ich in den Herbstmonaten die Heimspiele der Footballmannschaft und im Winter feuerte ich unsere Basketballer an. Die typischen Schulbälle wie Homecoming waren für mich unvergessliche Abende.

Meine zweite Familie in den USA

Abends verbrachte ich sehr viel Zeit mit meiner Gastfamilie und auch an den Wochenenden unternahmen wir viel gemeinsam. Wir reisten zusammen nach New York, Chicago, Columbus, San Francisco, Beverly Hills, Hollywood und Los Angeles und verbrachten Weihnachten in Florida. Ich verdanke meiner amerikanischen Gastfamilie 11 einmalige Monate, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Noch heute, Jahre später, stehen wir fast täglich in Kontakt und besuchen uns wenn möglich jedes Jahr gegenseitig. Sie sind zu einem Bestandteil meiner deutschen Familie geworden und wir gehören zu ihrer. Umso schwerer fiel mir der Abschied von ihnen und meinem amerikanischen Leben. Auch die Verabschiedung von all meinen Freunden war sehr emotional. Doch Freundschaft kennt weder Entfernungen noch Grenzen. Noch heute stehe ich mit ihnen in Kontakt. In den Nachbereitungsseminaren nach dem Auslandsjahr lernte ich, mich wieder in mein deutsches Leben und meine Familie einzugliedern.

Weitere Auslandsjahr-Berichte lesen...

>> Melina in Kanada

>> Alle Auslandsjahr-Erfahrungsberichte

Drucken
Gefällt dir diese Auslandszeit?

Auslandszeit-News

Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. 

Ja, ich möchte den kostenlosen Newsletter der INITIATIVE auslandszeit erhalten. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und verstanden, dass meine Daten dazu elektronisch erhoben und gespeichert werden. Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und du kannst dich in jeder Mail mit einem einfachen Klick abmelden.

 
E-Mail-Kurs

Finde deine Auslandszeit

  1. Must-haves

Auslands-KV im Vergleich

Finde hier die
passende Versicherung
mit dem Versicherungs-
Vergleichs-Rechner
für langfristige Auslandszeiten!

Work and Traveller Reise-Rucksack
 
Snapchat

Umfrage

Welche Auslandszeiten interessieren dich am meisten?

Hinweis:
Du kannst bis zu 3 Antworten abgeben.