Austauschjahr in Kanada - Ein Erfahrungsbericht

von Melina

Hallo, mein Name ist Melina. Ich bin momentan 16 Jahre alt und lebe seit 6 Monaten in Montréal in Québec in Kanada in einer Gastfamilie. Ich besuche als deutsche Austauschschülerin eine kanadische High School.

Mancher Abschied fällt schwer...

Im letzten August bin ich morgens mit meinen Eltern, nachdem ich mich noch von meinen engsten Freunden und dem Rest der Familie tränenreich verabschiedet hatte, zum Flughafen nach Frankfurt gefahren. Dort wurde ich am verabredeten Treffpunkt von den Koordinatoren meiner Austauschorganisation empfangen und nach und nach kamen immer mehr Austauschschüler hinzu. Nachdem wir dann ein paar Fotos gemacht hatten, kam es dann zum Abschied. Ein Abschied von den Eltern und Geschwistern ist wirklich nicht leicht. Man weiß, dass man im nächsten Moment in ein Flugzeug steigt und dann siehst du sie für die nächsten zehn Monate höchstens über einen Bildschirm beim Skypen wieder.

Ein Abschied auf Zeit

Den Tipp, den ich aber einfach jedem geben kann, egal ob ihr für 3,5 oder 10 Monate geht, ihr werdet sie wieder sehen. 10 Monate, so habe ich mir gedacht, sind nur ein winziger Abschnitt meines gesamten Lebens und ich muss sie nicht für immer verlassen. Außerdem wird das alles, was ich erleben werde mich so viel weiterbringen und prägen in meinem zukünftigen Leben, dass es diese Hürde, lange Zeit von meiner Familie, meinen Freunden und meinem Umfeld getrennt zu sein, auf jeden Fall wert ist.

Das hat mein High School Jahr verändert

Und ich kann es bestätigen. Zu 100% kann ich sagen, dass ich das, was ich nach nur 6 von 10 Monaten bis jetzt gelernt habe auf jeden Fall in meinem Leben anwenden werde und dass ich meine Schwächen ausgebessert habe. Ich bin jetzt weniger schüchtern, ich bin offener, auch anderen Kulturen gegenüber, da in Montréal wirklich ein richtiger Kulturmix lebt, ich habe gelernt, wie ich mich am besten in eine neue Umgebung oder auch Gruppe integrieren kann und ich kann mich besser ausdrücken. Auch habe ich wirklich gelernt meine Schwächen, dass ich immer sehr zurückhaltend war und zu allem „Ja“ gesagt habe, auch wenn es mir nicht so ganz zugesagt hat bestimmten Gefallen nachzugehen, auszubessern. Das ist mir persönlich sehr viel wert.

Die Vorbereitung

Meine Organisation hat auch zu einem Vorbereitungswochenende eingeladen, wo man schon vorab Kontakte knüpfen konnte und wo auch andere ehemalige Austauschschüler waren und berichtet haben und ich kann nur sagen, dass es auch für mich damals schwierig war mir vorzustellen wie man sich verändert und ich kann auch sagen, dass ich ein wenig Angst hatte, dass ich mich „zu viel“ verändere. Doch ich finde das Wort Veränderung wird oft negativ aufgefasst. Ich würde diesen gesamten Prozess mehr als eine Formation zu einem gemachten Menschen sehen.

Mein Tipp für dich:

Vor deinem Auslandsjahr bist du garantiert nicht so reich an Erfahrungen und Wissen über eine andere Kultur und auch über dich selber, wie am Ende des Jahres. Es ist dein Jahr, genieße es und lass es einfach auf dich zukommen!
Man wird zwar kein perfekter Mensch, denn so etwas existiert nun wirklich nicht, aber man kommt als „verbesserter“ Mensch zurück!

 

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