Ein Auslandssemester in Australien | Erfahrungsbericht

Forschung Down Under: Mein Auslandssemester in Australien

von Jacob

Bei meinem Auslandssemster in Australien hatte ich viel Zeit, um meine Abschlussarbeit vorzubereiten, und konnte dabei einige wertvolle Erfahrungen einbringen.

Die Vorbereitungen für mein Auslandssemester

Die Bewerbungsphase für mein Auslandssemester in Australien hat fast ein gesamtes Jahr in Anspruch genommen. Zunächst einmal musste ich an meiner Uni eine Auflistung aller von mir bereits belegten Kurse inklusive der Ergebnisse einreichen. Anschließend ging es zum Englischtest und zur Präsentation meines Vorhabens. Mein Ziel war es, in Australien meine Abschlussarbeit in Psychologie vorzubereiten und diese dann nach der Rückkehr fertigzustellen. Die Formalitäten wurden größtenteils über den Universitätsvertrag zwischen meiner Universität und der in Melbourne geklärt.

Das Visum für meinen Aufenthalt

Auf diesem Wege bekam ich auch die Bestätigung meiner Einschreibung, mit der ich dann zur australischen Botschaft musste. Dort musste ich eine ziemlich hohe Gebühr von fast 450,00 Euro auf den Tisch legen und erhielt, nachdem ich den verlangten Gesundheitstest absolviert hatte, das Visum. Studentenvisa für Australien beinhalten dabei auch die Möglichkeit, begrenzt zu arbeiten - eine wichtige Voraussetzung, um auf Down Under den Lebensunterhalt zu decken. Zusätzlich habe ich meine Unterlagen beim BAföG-Amt eingereicht, um ein Auslandsstipendium zu erhalten. Die Bearbeitung war leider erstaunlich langsam. Erst nach dem Antritt meines Semester erhielt ich die Bestätigung vom BAföG-Amt, dafür aber auch die kompletten Nachzahlungen.

Studieren in Australien

Die Universität in Melbourne hatte sich über den Vertrag mit meiner Hochschule darauf geeinigt, allen Austauschstudenten eine Unterkunft im Wohnheim zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise konnte ich mir zumindest die Übernachtungskosten sparen und hatte effektiv mehr Geld, um Melbourne und das restliche Australien zu entdecken. An der Universität gab es zunächst eine große Einführungsvorlesung für alle ausländischen Studierenden sowie einen zweiwöchigen Intensivsprachkurs, um alle auf dasselbe Niveau zu bringen. Danach konnte ich die ersten Kurse wählen. Ich entschied mich für zwei Veranstaltungen pro Woche, da ich in der restlichen Zeit mit der Recherche in der Bibliothek beschäftigt war. Bei meinem Abschlussthema standen mir die Lehrkräfte und Professoren an der Universität von Melbourne mit Rat und Tat zur Seite.

Viel Zeit, um flexibel zu forschen

Besonders gefallen hat mir, dass ich jede Menge Zeit hatte, um mich mit meinem konkreten Thema zu beschäftigen. Außerdem konnte ich mir problemlos eine oder zwei Wochen frei nehmen und unterwegs meine Ausarbeitungen machen. Die Bibliothek in Melbourne war ausgesprochen umfangreich und technisch gut ausgestattet, sodass ich mir viele der Texte einscannen konnte. Auf diese Weise hatte ich auch auf Reisen immer das Material dabei, was ich gerade zu bearbeiten hatte. Insofern war mein Auslandssemester in Australien auch ein Stück weit „Forschen & Reisen“. In der Zeit habe ich es bis zum Great Barrier Reef, nach Sydney, Canberra und mit dem Flugzeug sogar nach Darwin im Norden geschafft.

Nach dem Semester: Ein Roadtrip durch Australien

Nach der Studienzeit war mein Visum noch einen ganzen Monat gültig. Mit der Arbeitsgenehmigung waren das die besten Voraussetzungen, um auf einen kleinen Roadtrip zu gehen, der mich in die Wüstenstadt Alice Springs brachte. Meinen Rückflug hatte ich von Perth aus gebucht. Der Monat war absolut ausreichend, um von Melbourne bis in den Westen zu gelangen. Nach meiner Rückkehr hatte ich ausreichend Material gesammelt, um mit dem Schreiben meiner Arbeit zu beginnen. Im Moment denke ich sehr oft an diese erlebnisreiche Zeit zurück. Nachdem alle meine Prüfungen vorbei sind, werde ich mir sicherlich einen Flug buchen und meine Bekannten in Melbourne besuchen.

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