Auslandspraktikum | Cian-Luca berichtet von seinen Erfahrungen in Kanada

Auslandspraktikum in Kanada: Mächtig viel
Theater in Montreal

von Cian-Luca

Mein Auslandspraktikum in Montreal hat mir einen interessanten Einblick in die Theaterwelt und die Kultur von Kanada gewährt.

Vor einiger Zeit benötigte ich für mein Studium der Theaterwissenschaften ein Praktikum, das ich unbedingt im Ausland verbringen wollte. Das frankophone Kanada erschien mir dafür ideal – Montreal als boomende Kulturmetropole musste doch ein gutes Auslandspraktikum für mich parat haben! Ich schaute mich also im Internet nach einem passenden Theater um und fand letztlich den Place des Arts, welcher in Vorbereitung auf die Nuit Blanche noch händeringend nach Helfern suchte. Ich war genau der Richtige dafür - und das weltbekannte Kulturfestival in Montreal der perfekte Anlass für mich, um mehr über die Kultur in Kanada zu erfahren.

Vorbereitung muss sein

Leider ließ sich das Theater mit der Bearbeitung meiner Dokumente etwas Zeit. Die notwendigen Unterlagen für die Botschaft zu versenden dauerte fast einen Monat! Danach ging es aber verhältnismäßig schnell. Mit der Zusage ging es zur kanadischen Botschaft, da man sich auch für unbezahlte Praktika um ein Working-Holiday-Visa bewerben muss. Mit diesem reist man ideal per Work & Travel durch das weite Land. Die zuständige Botschaft in Wien hat die Angelegenheit sehr schnell bearbeitet. Bereits einen Monat nach Erhalt meines Visums saß ich im Flugzeug nach New York, wo erst einmal Umsteigen angesagt war.

Bei meiner Ankunft in Montreal hatte ich erst einmal Zeit, mich an meine neue Umgebung zu gewöhnen. Vorab hatte ich online nach WGs gesucht, was auch problemlos funktionierte. Das Wochenende konnte ich daher erst einmal entspannen. So wanderte ich auf den Mount Royal, nach dem die Stadt benannt wurde, und versuchte mich an dem „Quebecois" Fast Food Nummer 1: Poutine – im Prinzip nicht viel mehr als in Bratensoße getränkte Pommes frites mit Käse.

Ab an die Arbeit

Am darauf folgenden Montag rief schon die Arbeit. Ich war täglich in der Zeit zwischen 9.00 und 17.00 Uhr eingeteilt. Je nachdem, ob es am Abend eine Veranstaltung gab, konnten sich die Zeiten aber auch verschieben. Wichtig war es mir aber vor allem, an den Proben und der Ausarbeitung der Inszenierung teilzuhaben, um wirklich etwas Nützliches für meine Zukunft zu lernen. Klar muss man dann als Praktikant öfters auch Hilfsarbeiten machen, etwa Texte kopieren oder Requisiten holen – trotzdem bleibt genug Zeit für einen tief greifenden Einblick in die Arbeit am Theater.

Der Höhepunkt war natürlich die Vorbereitung der Nuit Blanche. Das Festival hält jedes Jahr ganz Montreal in Atem und begeistert mit künstlerischen Performances, Musik und Theater. Der Place de Arts war wie immer mit dabei. Neben den Shows war das gesamte Drumherum ein Bestandteil meiner Arbeit. Dekorateure und Designer mussten gebucht werden, Catering war zu bestellen und mit Gaststars zu verhandeln. Auch wenn ich hauptsächlich in der Regie assistieren wollte, blieben oftmals auch diese Aufgaben an mir hängen. Immerhin erhält man dadurch ein sehr umfassendes Bild von der Arbeit am Theater. Als Bonus gab es freien Eintritt bei der weißen Nacht sowie anderen Vorführungen – und natürlich den hausinternen Backstagepass.

Ein unvergesslicher Roadtrip durch Quebec bis Toronto

Mein Auslandspraktikum in Kanada dauerte etwa zwei Monate. Danach habe ich noch einen kleinen Roadtrip durch Quebec und anschließend bis nach Toronto unternommen. Zu den Landschaften muss ich sagen: Wildnis pur. Wer sich diese unvergleichbare Natur nicht anschaut, hat wirklich etwas verpasst. Seit meiner Rückkehr ist bereits fest eingeplant, mit Work & Travel durch Kanada zu reisen, um auch noch die herrlichen Naturparks zu entdecken.

 

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