Ranchstay: Erfahrungsbericht aus Neuseeland

Farmarbeit im grünen Neuseeland: Ferienjob auf der Weide

von Lena

Mein Aufenthalt zur Farmarbeit in Neuseeland hat mich absolut begeistert: Mitten in der Natur konnte ich die grünen Landschaften der Insel hautnah spüren.

Seit ich „Der Herr der Ringe" gesehen habe, war eine Reise nach Neuseeland ein absoluter Traum von mir. Die weiten, grünen Landschaften wollte ich einfach hautnah erleben und mich selber zum Wandern über die malerischen Hügel begeben. Was könnte da besser sein, als ein typischer Ranchstay auf einer Farm bei Oamaru? Das kleine Städtchen liegt im Kreis North Otago auf der Südinsel und begeistert mit jeder Menge Abgeschiedenheit. Auf die Idee, diesen Ort auszuwählen, bin ich allerdings nicht selber gekommen. Die Organisation WWOOF vermittelt weltweit Farmarbeit und machte mich auf das Projekt in diesem Teil Neuseelands aufmerksam.

Auf geht's zum Ranchstay

Vor Reiseantritt waren einige Formalitäten zu klären. So war beispielsweise ein Visum notwendig, das ich von der Botschaft in Berlin erhalten habe. Mit einer Bescheinigung der Farm war es verhältnismäßig einfach, den Aufkleber in den Pass zu bekommen. Da ich nur drei Monate bleiben wollte, reichte auch ein Touristenvisum aus. Für einen längeren Aufenthalt zur Farmarbeit muss man ein Working Holiday Visum beantragen.

Zeitlich sind die Farmen sehr flexibel. Jeden Monat kann man anfangen und wer möchte, kann erst einmal einen vierwöchigen Sprachkurs absolvieren. Da mein Englisch bereits gut war, habe ich mich sofort mit der Farmarbeit begonnen. Mit dem Flugzeug ging es mit Zwischenstopp in Australien zu meinem Ziel. Vom Flughafen in Christchurch wurde ich direkt abgeholt. Eine Unterkunft gab es vor Ort, außerdem Verpflegung in der Cafeteria. In den Zimmern herrschte eine tolle Atmosphäre: Wir teilten uns eine kleine Wohnung mit vier Leuten, die ebenfalls freiwillig auf dem Land tätig waren. Nach der Arbeit hat man hier natürlich viel geredet und gefeiert. Im Laufe der Zeit sind wir zu guten Freunden geworden und auch zusammen zu Wochenendausflügen in die Umgebung aufgebrochen.

Der Alltag auf unserer kleinen Farm

Auf der Farm drehte sich alles um die Rinder: Kühe überall, vom frühen Morgen an vor allen Dingen auf den grünen Weiden. Dorthin mussten wir sie aber erst einmal bringen. Tagsüber mussten dann die Ställe auf Vordermann gebracht werden, damit die Tiere am Abend wieder heimkehren konnten. Bei der Arbeit auf den Weiden haben wir uns in der Regel abgewechselt. Mir hat die Zeit auf den weiten Wiesen sehr gut gefallen: Hier kann man sich absolut der Natur hingeben und ganze Nachmittage dahin träumen.

Die tägliche Arbeit umfasste lediglich vier bis fünf Stunden, die sich über den gesamten Tag verteilten. Zwischen den einzelnen Schichten gab es stets Freizeit, die wir mittags z. B. zum Essen und am Nachmittag zum Wandern oder Entspannen nutzen konnten. Das Personal war im Allgemeinen sehr freundlich. Schnell ist man mit den Menschen ins Gespräch gekommen und erfährt mehr über ihr Leben auf dieser wunderschönen grünen Insel. Die Mitarbeiter führen ihre Kollegen auf Zeit auch sehr gut in die Materie ein: Man lernt den richtigen Umgang mit den Tieren und übt obendrein auch noch die Landessprache.

Die Ausflüge am Wochenende

Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Ausflüge am Wochenende. Fasziniert haben mich beispielsweise die Pinguinkolonien in der Nähe von Oamaru. An Seen wie dem Lake Waitaki und dem Lake Aviemore haben wir mehrmals gecampt, konnten Angeln und die wildromantische Lagerfeueratmosphäre genießen. Jetzt, einen Monat nach meiner Rückkehr, denke ich immer noch sehnsuchtsvoll an diese Zeit zurück und überlege mir, noch einmal nach Neuseeland zu fahren. Die Farmarbeit hat mir persönlich jedenfalls sehr viel gegeben.

 

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