Leben und Arbeiten in Gyor, Ungarn

Ein Auslandspraktikum auch mal in der Nähe der Heimat, doch trotzdem vom deutschen Alltagstrott entfernt. In Ungarn gelang mir genau dies. Fremde Kulturen erlebt man erst, wenn man eine längere Zeit in einem Land wohnt. Dabei spielt es keine Rolle, wie weit man von Zuhause entfernt ist. Doch man lernt nicht nur eine neue Kultur kennen, sondern merkt auch wie sehr man in der Eigenen drin steckt und zieht Schlüsse über deren Vor- und Nachteile. Ich war daher für ein halbes Jahr bei der Audi Hungaria in Gyor.

Das Leben in Ungarn

Ungarn ist ein Land in dem die Leute unglaublich nett und hilfsbereit sind. Das habe ich bereits wenige Stunden nach meiner Ankunft erfahren dürfen. Auch kulinarisch hat das Land einiges zu bieten. Das Essen in Ungarn ist nicht nur sehr deftig und geschmacklich auf sehr hohem Niveau sondern auch noch preislich sehr günstig. Nach jeder Speise wird ein sehr süßes Dessert oder am Abend ein ortstypischer Pálinka zu sich genommen, der in Ungarn mit sehr viel Genuss verzehrt wird.

Auch das Nachtleben – speziell in Budapest und Gyor – ist an Vielfältigkeit nicht zu übertreffen. Ob unter der Woche oder am Wochenende. Es wird immer etwas geboten. Großen Einfluss hierauf hat das Studentenleben. Desweiteren waren viele andere Praktikanten mit mir vor Ort, die einem das Einleben in eine fremde Stadt erleichtert haben.

In der Freizeit bietet Ungarn ebenfalls viele Aktivitäten, wie einen Besuch des Escape Room, Fußball spielen, bowlen, Kart fahren, etc.. Es kommt nie Langweile auf, weil immer ein paar der Praktikanten unternehmungslustig sind. Auch die Preise sind für deutsche Verhältnisse relativ niedrig. Weiterführend gibt es hier einen traditionellen Mittwochs-Stammtisch, wo sich alle Praktikanten treffen um gemeinsam verschiedenste Restaurants und Bars in und um Gyor zu entdecken.

Doch wie arbeitet es sich in Gyor?

Ich habe in der AHM (AudiHungariaMotor Kft.) mein ingenieurtechnisches Praktikum für ein Semester gemacht. Das ist das ungarische Werk von der AUDI AG. Dort habe ich im neu errichteten Karosseriebau bei der Endphase (SOP) des AUDI TT die Produktionsplanung unterstützt. Für mein Praktikum erhielt ich ein kleines Entgelt. Desweiteren wurde mir eine Wohnung zur Verfügung gestellt und bezahlt. Da ich bereits in Ingolstadt bei Audi gearbeitet habe, war es für mich sehr spannend wie sich die Arbeitsmoral der Ungarn mit der der Deutschen unterscheidet. Interessant ist, dass jedes Land anders arbeitet. Wie, muss jeder für sich selber entdecken.

Auch der Sprachgebrauch ist verblüffend. Es wurde hier viel bis komplett Deutsch gesprochen, doch außerhalb des Werkes war das nicht mehr so. Mit einem Sprachkurs und dem freundlichen Entgegenkommen der Ungarn war das für mich kein Problem.

Meine Unterkunft für das halbe Jahr

Mit den Unterkünften hat AHM und die Stadt Gyor eine Menge zu bieten. Ich habe in meiner Zeit hier viele Wohnungen der anderen Praktikanten gesehen und es war keine schlechte Unterkunft dabei. Mal sehr zentral, mal etwas außerhalb, aber dafür sehr großzügig ausgestattet. Man wohnt hier entweder mit einem anderen Praktikanten in einer Wohnung oder alleine in einem Apartment des Wohnheims. Das kann man vor Antritt des Praktikums entscheiden.

Mein Auslandspraktikum – ein FAZIT

Meiner Meinung nach sollte jeder sich Gedanken machen, ein Praktikum oder sogar ein Semester im Ausland zu verbringen. Mein Auslandsaufenthalt hat sich in jeder Hinsicht gelohnt – sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene. Bei der Arbeit in der Audi Hungaria Kft. habe ich im Bereich des Fahrzeugbaus, speziell Karosseriebau, sehr viel sehen und sehr viel lernen können. Dieses Praktikum hilft mir in meinem weiterführenden Studium.

Desweiteren habe ich wertvolle persönliche Erfahrungen sammeln können aber auch tolle und nette Leute kennen lernen dürfen. Daher empfehle ich jedem Studenten, die Chance zu nutzen und ins Ausland zu gehen.


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