Studienjahr mit Erasmus in England - Tom berichtet

Erlebnis Erasmus – ein Jahr in England

von Tom

Ein Jahr im Ausland verbracht zu haben, wird immer wichtiger. Gute und frühzeitige Organisation ist entscheidend. England bietet exzellente Voraussetzungen.

Ein Jahr im Ausland verbracht zu haben, ist heute wichtiger denn je. Bereits in der Schule wird man dazu ermuntert, später ein Erasmusjahr zu organisieren. Auch potenzielle zukünftige Arbeitgeber sehen Auslandserfahrung zunehmend als Pluspunkt. Trotzdem ist die Organisation leider alles andere als einfach. Deshalb heißt es: Früh anfangen. Ich habe bereits im ersten Monat meines Physikstudiums angefangen, mich zu informieren. Die Bewerbungsfrist war im Februar.

Organisation und Vorbereitung

Erste Ansprechpartner sollten das Auslandsamt der Universität sowie die Studienberatung der eigenen Fakultät sein. Oft gibt es bereits bestehende Abkommen für Erasmus mit diversen Universitäten – häufig fachbezogen, was die Organisation um einiges vereinfacht. Die Rahmenbedingungen sind dann bereits abgeklärt und wer Glück hat, erfährt direkt, welche Vorlesungen nach der Rückkehr problemlos anerkannt werden können. Sobald man weiß, in welches Land man möchte, muss man sich nur noch bewerben und hoffen. Ich habe mich entschieden, nach England zu gehen. Zur Vorbereitung habe ich mir Vorlesungen auf Englisch angeschaut. Immer mehr Universitäten bieten online kostenlos Videoaufnahmen von Vorlesungen an, sodass man sich bereits im Vorfeld an die Terminologie in der fremden Sprache gewöhnen kann. Vor Ort habe ich in einem Wohnheim der Gastuni gewohnt. Wenn die Möglichkeit besteht, vorab ins Zielland zu reisen, kann man auch privat eine Wohnung suchen. In England ist das meistens die günstigere Lösung.

Es geht los - Erasmus in England

Pünktlich zur sogenannten Freshers Week, der ersten Woche des Wintersemesters, bin ich zur University of Nottingham gereist. Da in England viel mehr internationale Studenten studieren als in Deutschland, ist man nie der Einzige, der hier gerade neu anfängt. Neue Leute kennenzulernen war daher einfach. An jeder Uni gibt es hier eine Vielzahl an Clubs und Vereinen: Von Bergsteigen über Fußball bis hin zu Pole Dancing ist alles dabei. Als Austauschstudent läuft man immer Gefahr, sich hauptsächlich mit anderen Deutschen zu treffen, da das natürlich am einfachsten ist. Aber so sein Englisch zu verbessern, dürfte schwer sein. Ich kann daher nur empfehlen, das umfangreiche Angebot der Clubs in Anspruch zu nehmen, da man dort oft der einzige Austauschstudent ist. Ich habe zum Beispiel im Kletterclub viele neue Freundschaften geschlossen und außerdem die Möglichkeit gehabt, unglaublich schöne Landschaften in Großbritannien zu erkunden. Die meisten Clubs organisieren regelmäßig Ausflüge über das Wochenende. Wir sind zum Klettern und Wandern nach Schottland, Wales und in die zahlreichen Nationalparks Englands gefahren. Noch heute treffe ich mich regelmäßig mit meinem Seilpartner zum Klettern.

Die Betreuung an englischen Universitäten ist deutlich besser als in Deutschland. Jeder Student bekommt einen Tutor zugeteilt, der sowohl fachliche als auch organisatorische Fragen beantworten kann – und das ohne lange Wartezeiten. Zudem haben die meisten Unis hier einen Career Service, eine Art Arbeitsamt für Akademiker, wo man sich ausführlich beraten lassen kann. Neben Networking Events und anderen hilfreichen Veranstaltungen wird meistens auch eine CV Clinic angeboten, bei der man seinen Lebenslauf checken lassen kann. Diese Angebote sollte man sich nicht entgehen lassen.

Wieder zurück in Deutschland

Zurück an meiner Heimatuni in Deutschland habe ich vieles vermisst. Nicht nur die neuen Freundschaften, sondern auch die unglaublich gute Organisation der Universität und die deutlich bessere Qualität der Vorlesungen fehlten mir. Ich kann jedem nur empfehlen, so früh wie möglich mit der Organisation eines Auslandsjahres zu beginnen. Das Jahr in England war bis jetzt definitiv das beste Jahr meines Lebens. Selbst wenn man die Vorlesungen nicht voll anerkannt bekommt und das Jahr wiederholen muss, gewinnt man unglaublich viel an Erfahrungen, sodass man ein Jahr länger gerne in Kauf nimmt. Ein letzter Tipp: Auf jeden Fall ein Jahr, nicht nur ein Semester ins Ausland gehen. Sonst muss man schon wieder nach Hause, wenn man sich gerade erst eingelebt hat.

 

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