Horse Holidays in Spanien: Ein Erfahrungsbericht

Farmarbeit auf einer Pferderanch in Mallorca

von Hannah

Die Arbeit auf einer Pferderanch in Mallorca war eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Auch der Umgang mit den Gästen war eine Bereicherung.

Da ein Reiturlaub generell sehr teuer ist, habe ich mich schon früh für ein Working Holiday mit Farmarbeit entschieden. Dabei habe ich vor allem im Internet nach geeigneten Plätzen gesucht. Mit ein bisschen Mühe findet man sehr viele unterschiedliche Angebote. Wichtig war mir vor allem, dass vor Ort keine zusätzlichen Kosten entstehen. Da ich in Deutschland bereits seit vielen Jahren reite, und auch vor Stallarbeit nicht zurückschrecke, hatte ich bald etwas Passendes gefunden. Auf einer Ranch in Mallorca wurde jemand gesucht, der sowohl im Stall mithilft, als auch Reitunterricht für Anfänger geben kann und gelegentlich die Ausritte begleitet. Dafür wurden kostenlose Unterkunft mit Verpflegung und ein Taschengeld von 150,00 Euro geboten. Hier muss natürlich jeder für sich entscheiden, welche Kriterien wichtig sind. Der Flug ging auf meine Rechnung, dies stellte bei Mallorca jedoch kein großes Problem dar, da viele Billigflieger dorthin fliegen.

Arbeitserlaubnis & Krankenversicherung

Aufgrund der Mitgliedschaft Spaniens in der EU benötigen Deutsche keine Arbeitserlaubnis für Mallorca. Ab einem gewissen Verdienst braucht man zwar eine Genehmigung, dies wird aber für gewöhnlich bei einem Working-Holiday-Aufenthalt nicht erreicht. Ich habe jedoch eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, die auch bei Aufenthalten über drei Monaten gültig ist, und mir im Krankheitsfall die Kosten erstattet bzw. für einen Rücktransport sorgt. Abgesehen davon braucht man nichts Besonderes zu beachten. Mallorca ist somit ein tolles Einsteigerland für erste Auslandserfahrungen.

Arbeiten auf der Ranch

Die drei Monate auf der Ranch sind für mich wie im Flug vergangen. Allerdings sollte niemand den Fehler machen und diese Art von Auslandserfahrung mit Urlaub verwechseln. Die Arbeit war hart und anstrengend. Dazu kamen die teilweise sehr hohen Temperaturen. Auf der Ranch habe ich jeden Morgen um 06.30 Uhr mit dem Füttern der Tiere begonnen. Schon um kurz nach 07:00 Uhr war es Zeit für den ersten Ausritt - zu dieser Zeit waren die Temperaturen noch erträglich und auch ein kurzer Ritt über den noch menschenleeren Strand war möglich. Davor mussten natürlich die Pferde gerichtet und den weniger erfahrenen Gästen beim Putzen und Satteln geholfen werden. Nach dem Ausritt konnten die Gäste geruhsam in den Pool springen, während wir die Ställe ausgemistet haben. Über den Mittag war dann für alle Pause. Auf der Ranch standen Autos zur Verfügung, mit denen auch eine Fahrt zum nahen Strand möglich war. Allerdings ging es um kurz nach 16.00 Uhr schon wieder weiter mit dem Reitunterricht für Anfänger. Dabei sollte man auf keinen Fall vergessen, dass es sich hier um Urlauber handelte, die zwar gerne das Reiten erlernen wollten, in erster Linie jedoch zur Erholung nach Mallorca gekommen waren. Der Unterricht musste also locker und unterhaltsam sein, damit die Neulinge Spaß hatten. Abends stand noch einmal das Füttern der Tiere auf dem Programm und dann war der Tag auch schon vorbei. Die Abende selbst konnten nach Belieben auf der Ranch oder in einer der umliegenden Ortschaften verbracht werden. Meist war ich aber viel zu müde zum Feiern. Da samstags An- und Abreisetag war, hatte ich diesen Tag stets frei sowie jeden zweiten Sonntag. So konnte ich in den drei Monaten die ganze Insel erkunden und auch einige entspannte Strandtage einlegen. Besonders die Hauptstadt Palma, aber auch das altertümliche Valledemossa und das Kloster Lluc sind einen Ausflug wert. Ebenfalls empfehlenswert sind die bunten einheimischen Märkte in Inka und Manacor.

Da ich sehr gerne mit Pferden arbeite und überhaupt kein Problem mit der Hitze habe, war der Aufenthalt für mich schlicht paradiesisch. Ich war sehr traurig, als die drei Monate vorüber waren und ich wieder zurück nach Deutschland musste. Sollte sich die Gelegenheit noch einmal bieten, würde ich jederzeit wieder ein Working Holiday mit Farmarbeit im Ausland machen.

 

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