Schon bevor ich mich dazu entschieden habe, ein Auslandssemester in mein Studium einzubauen, hatte ich stets großes Interesse am Reisen und am Austausch mit anderen Kulturen und Nationen. Spätestens als ich im Mai 2016 an der jährlich von der Ostfalia organisierten International Summer University (ISU) teilgenommen habe, wurde mir klar: An einem Auslandssemester führt bei mir kein Weg vorbei.

Durch die ISU knüpfte ich erste Kontakte zu Purdue-Studenten und diese weckten bei mir ein sehr großes Interesse an den USA und an der Uni selber. Zudem bot sich ein englischsprachiges Land sehr gut an, da ich schon durch Schule, Internet und einen grundlegenden Kurs an der Hochschule über gute Englischkenntnisse verfügt habe und ich diese noch weiter verfeinern wollte. Somit stand das Ziel meines Auslandssemesters schon früh fest, was die Planung erheblich erleichtert und den Terminstress sehr gemindert hat. Bei der Koordination der noch anfallenden Formalitäten wurde ich von Prof. Buchwald (Auslandsbeauftragter Fakultät E) und dem International Student Office der Ostfalia (ISO) hervorragend unterstützt.

Themen:

Vorbereitungsphase

Die wichtigsten Sachen, um die es sich zu kümmern galt, sind:

  • das Beantragen des J1-Visums
  • der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung
  • das Erstellen eines Credit-Abstimmungsformulars für die zu belegenden Fächer
  • eine Bewerbung um ein Ostfalia-Aufenthaltsstipendium und bei der Purdue (eher eine Formalität)
  • das Buchen der Flüge

Hierbei ist zu beachten, dass mit dem Beantragen des Visums ein Besuch bei der US-Botschaft in Berlin mit persönlichem Interview einhergeht. Für die Auslandskrankenversicherung kann ich die vom ADAC weiterempfehlen, da sie die wichtigsten Aspekte auch als Nicht-Mitglied kostengünstig abdeckt (auch wenn ich die Versicherung zum Glück selber nie in Anspruch nehmen musste).

Für finanzielle Angelegenheiten habe ich mir noch in Deutschland ein Konto bei der DKB eröffnet, da die DKB bei Benutzung der Visa-Karte im Ausland jegliche Auslandsgebühren übernimmt (in den USA ist die bargeldlose Bezahlung sehr verbreitet und man kann praktisch überall mit Kreditkarte zahlen). 

Außerdem musste ich mich bereits lange vor Semesterstart um eine Unterkunft bemühen und meine Verpflegung klären. Während meiner Vorbereitung auf das Auslandssemester lernte ich außerdem Marcel kennen, einen anderen Ostfalia-Studenten, der genauso wie ich vorhatte, im WS 17/18 an die Purdue zu gehen. Das war für uns beide ein Vorteil, denn so konnten wir uns stets bei Fragestellungen und Problemen gegenseitig helfen.

Studieren an der Purdue University

Bennet hat für ein Semester an der Purdue University studiert

Der Empfang an der Purdue war gut organisiert. Die Formalitäten wurden nach meiner Ankunft schnell und reibungslos abgearbeitet und es fand zeitnah ein Treffen aller internationalen Austauschstudenten des Semesters statt, bei dem man sich schon sehr gut untereinander vernetzen konnte.

Wir Internationals waren ein bunter Mix aus aller Welt, insgesamt ca. 100 Austauschstudenten, davon schätzungsweise 20 aus deutschsprachigen Ländern. Über das Office of International Students and Scholars (ISS) wurde mir schon vor der Ankunft ein so genannter Academic Advisor zugewiesen, der ein Ansprechpartner für die Koordination der belegten Fächer war und bei der Fächerauswahl geholfen hat.

Ich habe an der Purdue 4 Fächer belegt, die dort mit jeweils 3 Credit Hours dotiert sind, wobei eine amerikanische Credit Hour dem Arbeitsumfang von 2 europäischen ETCS-Punkten entspricht. Damit habe ich zwar lediglich die Mindestanforderung des J1-Visums von 12 Credit Hours erfüllt, jedoch habe ich trotzdem unter dem Semester einiges zu tun gehabt und ich würde jedem, der noch ein bisschen Freizeit in seinem Auslandssemester haben möchte, stark von mehr als 15 Credit Hours abraten.

Denn einer der größten Unterschiede zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Studiensystem ist der Arbeitsaufwand während des Semesters, wenn die Vorlesungen noch laufen (Workload). In so gut wie jeder Veranstaltung herrscht Anwesenheitspflicht, ein unangemeldetes Verpassen einer Vorlesung kann von Punktabzug bis zu Ausschluss reichen. Es gibt wöchentliche Assignments, die mit Hausaufgaben vergleichbar sind und benotet werden. Zusätzlich zum Final (Klausur am Ende des Semesters) gibt es mindestens einen Midterm (Zwischentest), wovon jeder auch einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Note in dem jeweiligen Fach ausmacht.

Generell ist das amerikanische System näher am klassischen Schulsystem anzusiedeln als das deutsche Studiensystem; reiner Fleiß zahlt sich oft aus. Im Durchschnitt hatte ich mit 12 Credit Hours ungefähr einen Arbeitsaufwand von 25 Stunden pro Woche. Der Anspruch war in den von mir belegten Fächern sehr unterschiedlich, was daran liegen könnte, dass ich Vorlesungen aus verschiedenen Departments (Fakultäten) belegt habe. Die eher einfacheren waren aus „Electrical Engineering and Computer Technology“ (ECET, praktisch orientiert), die eher schweren aus „Electrical and Computer Engineering“ (ECE, theoretisch orientiert). Die Ostfalia ist wahrscheinlich irgendwo in der Mitte einzuordnen.

Die Qualität der Vorlesungen war sehr gut. Das war auch so zu erwarten, denn die Purdue University ist eine weltweit renommierte Uni im Bereich der Ingenieurwissenschaften (insbesondere in der Luft- und Raumfahrttechnik, der wohl berühmteste Absolvent ist Neil Armstrong). Die Vorlesungen waren strukturiert und organisiert, der Stoff wurde dabei interessant vermittelt, teilweise gab es natürlich Redundanz mit vorhergegangen Vorlesungen aus Deutschland.

Generell ist es nahezu unmöglich, 2 exakt deckungsgleiche Vorlesungen an verschiedenen Lehrinstituten zu finden, daher bietet sich ein Auslandssemester besonders für interessante interdisziplinäre Vorlesungen an, die sogar studiumsfern sein können. Was ich sehr schade finde ist der Fakt, dass ich für den Aufwand von 24 ETCS-Punkten lediglich 10 ETCS-Punkte angerechnet bekomme, da ich im Credit-Abstimmungsformular jedes Ostfalia-Fach 1:1 ersetze, nur, dass ich an der Purdue dafür mehr als die doppelte Workload hatte.

College Life

Beim Auslandsstudium hat Bennet das typische College Life erlebt

Der Hauptstandort der Purdue ist in West Lafayette im Bundestaat Indiana. Immer wieder habe ich gehört, dass Leute Indiana als wenig aufregend bezeichnet haben, als „in the middle of nowhere“. Teilweise mag das stimmen, denn die nächste große Stadt Indianapolis ist mit dem Auto 1,5 h entfernt. Mit Chicago (im Staat Illinois) ist die drittgrößte Stadt der USA in 2,5 h per Auto erreichbar (für die Amerikaner aber immer noch ein Katzensprung).

Der Staat liegt nicht an der Ost- oder Westküste, sondern im Midwest, dem so genannten Herzland der USA zwischen den Küsten. Klima und Landschaften erinnern an Deutschland. Dennoch hat die (fast) reine Uni-Stadt mit dem riesigen Campus und dem umliegenden Einzugsgebiet ihren ganz eigenen Charme. 40.000 Leute aus 45.000 Einwohnern der Stadt sind Studenten; das sind gigantische Ausmaße. Die Umgebung ist im Grunde genommen eine riesige eigene Community aus jungen Leuten, das Durchschnittsalter ist ca. 24.

Ich habe in West Lafayette in den Hilltop Apartments gewohnt. Das ist eine Residential Hall, also ein von der Uni organisiertes Wohnen. Schon vor meiner Ankunft musste ich die Residential Halls nach Priorität sortieren und habe erfreulicherweise einen Platz bei meiner persönlichen Nummer 1 ergattert. Die Hilltop Apartments sind zwar etwas abgelegen, doch sie bieten verglichen mit anderen Halls sehr viel Platz (Dorms in vielen anderen Res Halls erinnerten mich irgendwie immer an kleine Gefängniszellen) in einer ruhigen Umgebung zu einem guten Preis.

Aus finanziellen Gründen habe ich mich für den Efficiency Room entschieden, so dass ich mir ein großes Wohn- und Arbeitszimmer, das auch gleichzeitig das Schlafzimmer war, mit einem Mitbewohner teilen musste. Mein Roommate war Sean, ein 18-jähriger Freshman (Erstsemester) aus Indiana. Trotz oftmals fehlender Privatsphäre habe ich mich mit Sean stets gut verstanden und durch die unterschiedlichen Herkünfte und Lebenserfahrungen konnten wir uns gegenseitig sehr gut ergänzen und helfen. Mit Sean hatte ich Glück, denn ich habe während des Semesters die eine oder andere weniger coole Geschichte von anderen Austauschstudenten über Erfahrungen mit ihren Roommates gehört. Für Probleme mit dem Apartment stand rund um die Uhr ein Ansprechpartner (RA, Residential Assistant) zur Verfügung.

Auch die Art der Verpflegung musste ich frühzeitig abklären. Auf dem Campus der Purdue gibt es 5 Dining Courts. Einen Dining Court kann man sich wie eine riesige Mensa vorstellen, in der es für jede Mahlzeit ein großes Buffet gibt. Es gibt verschiedene Meal-Plans, die jeweils festlegen, wie oft man die Dining Courts pro Woche aufsuchen kann. Ich selber hatte den 8-Meal Track (also jeden Tag sozusagen eine Mahlzeit und an einem Tag pro Woche 2) und bin damit gut gefahren. Die Qualität des Essens ist für eine Massenabfertigung meiner Meinung nach sehr hoch und auch die große Auswahl hat mich zu Beginn überrascht. Hätte ich mich nicht so oft dem „klassischen amerikanischen Essen“ hingegeben, wäre eine gesunde Ernährung durchaus möglich gewesen.

Die allgemeine Atmosphäre an amerikanischen Universitäten unterscheidet sich stark von der an deutschen Universitäten. Statt des reinen Studiums dreht sich das ganze Leben um die Uni. Anders als in Deutschland ist es eher ungewöhnlich, wenn man nicht Mitglied eines Clubs oder Teams ist; Hauptsache man ist irgendwo involviert und hat immer was zu tun. Besonders eindrucksvoll kommt das bei den zahlreichen Sportevents zur Geltung, bei der die Purdue All-American Marching Band spektakulär für die musikalische und visuelle Unterlegung sorgt.

Die Purdue University ist im College-Sport vor allem im Basketball, aber auch im Football eine Größe und es war immer ein besonderes Erlebnis, ein Spiel zu besuchen. Die Purdue-Studenten sind generell extrem stolz auf ihre Uni (das wird wahrscheinlich auch mit dem hohen Nationalstolz der Amerikaner zusammenhängen). Auf dem Campus sieht man das auch an der Kleidung gut, die Purdue-Artikel aus den University Book Stores sind sehr beliebt.

Der Campus verfügt über ein enorm großes Fitnessstudio, genannt CoRec. Dort gibt es auf 5 Etagen jedes erdenkliche Sportgerät, Bouldering-Wände, Felder für Fußball, Basketball, Volleyball, Hockey und Squash. Zudem gibt es einen eigenen Schwimm- und Saunabereich mit Whirlpool. Vom CoRec wird auch der Intramural Sport koordiniert, das sind prinzipiell Spaß-Ligen für Studenten, die aber professionell aufgemacht sind. Ich habe mit ein paar Kumpels an den Flag Football (American Football ohne Körperkontakt) und Indoor Soccer Intramurals mitgemacht, die Spiele waren immer sehr unterhaltsam.

Das Thema der Purdue ist die Zeit der Dampflokomotiven, die Studenten werden „Boilermaker“ genannt und der Schlachtruf lautet „Boiler Up!“. Für so gut wie jeden Studenten beginnt mit dem College ein neuer Lebensabschnitt, 99,9 % ziehen zum Studienbeginn um und wohnen erstmalig alleine. Verglichen mit einem Studium in den USA ist das Studieren in Deutschland umsonst. Die Studiengebühren liegen selbst an öffentlichen Universitäten wie der Purdue pro Semester im 5-stelligen Bereich. Nicht-Amerikanische Studenten, die ihr ganzes Studium an der Purdue absolvieren, müssen nochmal das doppelte drauflegen.

Aus diesem Grund war mir das Auslandssemester nur möglich, da die Ostfalia und die Purdue eine Partnerschaft haben und ich dadurch von Studiengebühren befreit war. Allgemein sind die USA nicht das billigste Land, was die Lebenshaltungskosten angeht, deswegen gilt der Ostfalia sehr großer Dank, da ich durch mein Aufenthaltsstipendium monatliche finanzielle Unterstützung erhalten habe, die mir sehr weitergeholfen hat!

Die Amerikaner als Menschen habe ich als sehr offen, freundlich und stets hilfsbereit kennengelernt. Ein kurzer Smalltalk gehört zu jedem Gespräch dazu, egal mit wem. Dabei habe ich schon nach kurzer Zeit gelernt, dass das klassische „Hi, how are you?“ nicht wirklich eine ernst gemeinte Frage ist, sondern einfach zur guten Sitte gehört. Ein weiterer gewöhnungsbedürftiger Unterschied ist die die Ausdrucksweise, die bei uns einfach viel direkter ist als bei vielen Amerikanern, die teilweise bestimmte „Secret Code Phrases“ benutzen, die man beim ersten Hinhören ganz anders einordnet, als sie eigentlich gemeint sind. Als Deutscher in den USA habe ich mich überall wohl gefühlt und hatte immer den Eindruck, dass die Amerikaner auch dadurch sehr interessiert an mir waren. Außerdem ist der deutsche Akzent sehr gerne gehört.

Auf dem Purdue Campus gibt es im Chauncey Village eine Hand voll Bars, in denen an den üblichen Wochentagen immer was los ist und man gut feiern kann. Zu beachten ist, dass man in den USA erst ab 21 legal Alkohol trinken darf, was auch sehr streng eingehalten wird und natürlich blöd für die Studenten unter 21 ist, die in ihrem Heimatland schon längst volljährig sind.

Zudem hat das ISS viele Events für das Miteinander von Purdue- und Austauschstudenten organisiert, wie unter anderem das Passport-Programm, bei dem jeder International-Student einen Passport-Partner (Purdue-Student) zugewiesen bekommt und man gemeinsam Sachen unternimmt. Mein Passport-Partner hieß Gabriel und wir waren gemeinsam Bowlen und auf dem German Fest in Lafayette.

Ein weiterer Aspekt des Uni-Lebens, den ich so noch nicht kannte waren die Studentenverbindungen, also die Fraternities (Brudernschaften) und Sororoties (Schwesternschaften). Die amerikanischen Verbindungen sind keinesfalls mit den deutschen zu vergleichen. Das gesamte Greek Life (wegen der griechischen Bezeichnungen der Verbindungen) ist ein sehr komplexes System, in das man als Außenstehender nur schwer hineinblicken kann. Durch einige Kontakte hatte ich das große Glück, Einblicke in eine Fraternity erlangen zu können und durfte als „Social Bid“ die Feierlichkeiten der Verbindung besuchen und somit auch so einige legendäre Verbindungspartys feiern. Langweilig wurde mir jedenfalls nie.

Reisen

Freizeit und Reisen während des Auslandssemesters von Bennet

Schon vor meinem Auslandssemester habe ich mir vorgenommen, möglichst viel von den USA zu sehen. Das Land hat vor allem durch seine enorme Größe sehr viel zu bieten, insbesondere die Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften und kulturellen Einflüssen hat mich schon immer fasziniert.

Direkt nach Einreise in die USA sind Marcel und ich weiter nach San Francisco in Kalifornien an der Westküste gereist, von dort ging es dann mit einem Mietwagen nach Los Angeles und anschließend durch die Wüste nach Las Vegas. Durch diesen einwöchigen Trip haben wir zwar die Einführungswoche der Purdue (genannt „Boiler Gold Rush“) verpasst, doch die West Coast war es definitiv wert und das Geld war so eindeutig sinnvoller investiert. Einfinden konnten wir uns auch zu Semesterstart noch sehr gut.

Nachdem das Semester begonnen hatte war es mir fast ausschließlich möglich, an Wochenenden und Feiertagen zu reisen. In den ersten Wochen habe ich mit Sean ein Wochenende in seiner Heimatstadt Edinburgh in Indiana verbracht, dort konnte ich das alltägliche amerikanische Kleinstadtleben auch mal ein bisschen näher kennenlernen. Mit 2 anderen Austauschstudenten habe ich ein Wochenende Indianapolis bereist und einen Tagestrip an den nahen Lake Michigan gemacht.

Mitte Oktober haben mich meine Eltern ein Wochenende in Chicago besucht und ich habe ihnen den Campus in West Lafayette gezeigt. Für kleinere bis mittlere Distanzen bietet sich neben einem Mietwagen stets der Fernbus (z.B. Greyhound) als Reisemittel an. Um große Distanzen innerhalb der USA zurückzulegen sollte man auf das Flugzeug zurückgreifen. Innerorts sind amerikanische Städte meist weniger gut vernetzt als in Deutschland. Dafür sind aber die Taxi-Apps Uber und Lyft voll in den Nahverkehr integriert und lassen sich überall stets sehr gut benutzen.

Über Fall Break habe ich mit 2 Kumpels einen Wagen gemietet und wir sind mit dem Zwischenstopp Cleveland nach Kanada gefahren, um die Niagara-Fälle von der kanadischen Seite aus zu sehen. Danach ging es weiter nach Toronto, der größten Stadt Kanadas.

Thanksgiving habe ich alleine in New York verbracht. Erst war ich demgegenüber skeptisch, weil niemand in dem Zeitraum Zeit hatte und ich zuvor noch nie alleine gereist war. Die Woche im Big Apple war aber eine sehr interessante Erfahrung; man ist viel offener anderen gegenüber, sehr aufmerksam und auch unabhängiger, wenn man alleine unterwegs ist.

Nach der Finals Week (Klausurenphase) Anfang Dezember war das Semester dann vorbei und ich habe mein Auslandssemester entspannt über Weihnachten in Florida ausklingen lassen. Die ersten Tage haben wir (ich war mit einem anderen deutschen Austauschstudenten und einem Freund von ihm aus Deutschland unterwegs) auf den Florida Keys verbracht, eine paradiesische Inselkette im Süden von Florida. Die meiste Zeit waren wir in Key West, dem südlichsten Punkt der USA. Anschließend ging es noch für eine Woche nach Miami, bevor es für mich dann kurz vor Silvester zurück nach Deutschland ging.

Auch wenn meine Zeit nicht zugelassen hat, alle Reiseziele auf meiner langen Liste abzuhaken, bin ich sehr zufrieden damit, wie viele Ecken der USA ich in ein paar Monaten sehen konnte. 

Fazit

Das Auslandssemester an der Purdue University im WS 2017/2018 war das absolute Highlight meines Bachelorstudiums. Ein Auslandsaufenthalt im Studium ist jedem zu empfehlen, der Interesse an einer Auslandserfahrung hat, die auch mal über einen Urlaub hinaus geht und Land und Leute genauer kennenlernen möchte. Ich hatte eine richtig gute Zeit, habe viele neue Freunde aus aller Welt gefunden und gleichzeitig mein Englisch soweit verbessert, dass es nahezu fließend ist. Von der Erfahrung werde ich in jeglicher Hinsicht mein Leben lang profitieren, der zusätzliche Zeitaufwand für die Organisation und der damit verbundene Stress zahlen sich definitiv aus! Man sollte möglichst kein Heimweh haben und stets offen für Neues sein. Ich werde immer gerne an die Zeit in den USA zurückdenken und würde ein Auslandssemester jederzeit wieder machen.


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